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Carlo Heller: Erfindergeist im Blut

Erfindergeist im Blut

Den Erfindergeist hat er im Blut: Carlo Heller. Der Großvater war an der Entwicklung der Motorsäge beteiligt und ließ sie patentieren. Der Vater gründete in den 50er Jahren ein Unternehmen zur Produktion von Trinkbechern und Verpackungen aus Kunststoff, das sich zum bedeutendsten Anbieter der Branche entwickelte.

Schlüsselerlebnis

17. Januar 1971. Carlo Heller, 11 Jahre alt, beschreibt in seinem Tagebuch ein Naturereignis: "Wir sehen einen Meteoriten, der wie ein abstürzendes Flugzeug herunterschießt und etwa 5 Sekunden zu sehen war." Ein Schlüsselerlebnis, das seine Begeisterung für die Astronomie weckt. Seine erste Sonnenuhr aus Holz entsteht 1976. Drei Jahre später ist es dann eine elektronisch gesteuerte Uhr (Bild), die den Himmel nach der Sonne absucht, bis das Licht auf die eingebaute Fotozelle trifft. Eine Digitalanzeige gibt dann die Zeit an.

Spiegel auf der Fensterbank

1980 legt er einen Spiegel auf die Fensterbank und beobachtet das reflektierte Sonnenlicht an der Zimmerecke. Eine Idee ist geboren, die ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Mit dem programmierbaren Taschenrechner TI59 berechnet Carlo Heller eine Skala, die er an die Decke zeichnet und an der man am reflektierten Lichtfleck die Zeit ablesen kann.



Elektronische Sonnenuhr

Schmetterling

Bald ist die Zimmerdecke zu klein. Aus ihr wird ein Projektionsschirm, den Heller direkt vor den Spiegel spannt. 1989 stellt er seine erste Sonnenuhr mit diesem neuen Funktionsprinzip fertig. Noch heute steht das Erstlingswerk auf der Terrasse.


Projektionsschirm für Sonnenuhr



Helios

Minutengenaue Zeitanzeige

Neben Studium, Promotion und Ingenieurkarriere perfektioniert Heller seine Sonnenuhrenmodelle weiter. Er hat ein ehrgeiziges Ziel: die minutengenaue Zeitanzeige. Der vorher ebene Projektionsschirm ist nun zylinderförmig, die Skala wird lithografisch auf eine Folie belichtet (Bild links). Eine Justiermechanik mit 11 einstellbaren Achsen dient dazu, den Spiegel und den Anzeigeschirm auszurichten, indem die orthogonal in vier Raumrichtungen ausgesandten Lichtstrahlen eines Justier-Lasers mit definierten Markierungspunkten auf dem Schirm in Deckung gebracht werden (Bild rechts). Doch Heller kommt zu der Erkenntnis, dass es nicht möglich ist, den Schirm zum Spiegel mit der erforderlichen Genauigkeit zu positionieren: Stimmt die dreidimensionale Winkellage des Schirms, so hat sich dessen Abstand zum Spiegel verschoben und umgekehrt.



Helios

Helios

"Mir kam die Idee, nicht eine Theorie in die Praxis umzusetzen, sondern umgekehrt zu verfahren", erinnert sich Heller an den Durchbruch. Er gründet sein eigenes Unternehmen namens Helios. Die Sonnenuhr wird jetzt in einem aufwändigen Laser-Fertigungsverfahren in Verbindung mit genauen optischen Messmethoden hergestellt, wobei die Justage des Schirms in den Fertigungsprozess verlagert ist. Die Erfahrungen aus seiner Berufspraxis als Maschinenbau-Ingenieur kann er beim Eigenbau der Fertigungsanlage einsetzen. Er erreicht sein Ziel: die minutengenaue Zeitanzeige. Doch das nicht allein, die Sonnenuhr ist im Laufe von 20 Jahren zu einem in Funktion und Design herausragenden Produkt gereift. Im Mai 2001 startet Carlo Heller die Markteinführung der Sonnenuhr.




Helios

Helios

Globusschirm wird lasergeschnitten und gebohrt

Helios

Helios

Vermessung des Hohlspiegels




Lasermarkierung der Sonnenuhrskala

Helios

Helios

Lasergravur der geografischen Koordinaten, anschließend Entfernen der Oxidhaut




Montage

Helios

Helios
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