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10. September 2011

Die ICARUS Sonnenuhr in Bolivien

Sortiert unter: Tagebuch Carlo Heller — Schlagwörter:, , , — Carlo Heller @ 10:39

Die korrekt ausgerichtete ICARUS. Standort: Santa Cruz de la Sierra, Bolivien (18° S 63° W).

Eine Bestellung aus Bolivien bekommen wir nicht alle Tage. Umso mehr war ich betrübt, als es erst so aussah, dass die ICARUS trotz DHL Premium Versand unterwegs verloren gegangen ist. Ich hatte schon die Verlustmeldung von DHL in den Händen, als ich die freudige Nachricht aus Bolivien erhielt, dass die Reisesonnenuhr nach viermonatiger Reise angekommen ist.

Durch den sehr netten Briefwechsel mit meiner Auftraggeberin Adela Morello, genannt Nani, wurde mir dann auch klar, dass Nani für mich gar keine Unbekannte war. Der Sonnenuhrfachmann Reinhold Kriegler hat 2006 auf der Fachtagung des Fachkreises “Sonnenuhren” der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie einen hochinteressanten Vortrag über Nani Morello und ihr Werk gehalten. Besonders bemerkenswert ist die von ihr gebaute, wunderschöne, äquatoriale Sonnenuhr aus Sandstein, die auf einem prachtvoll geschnitzten Holzpfahl steht. Nähere Informationen und Bilder finden Sie auf der Seite von Herrn Kriegler: Nani Morello

Nun freue ich mich, den ersten Erfahrungsbericht über den Einsatz unserer Reisesonnenuhr ICARUS in der südlichen Hemisphäre zu veröffentlichen. Das spanische Original von Nani Morello:

“ICARUS” FUNCIONANDO EN EL HEMISFERIO SUR

Die deutsche Übersetzung:
ICARUS IM EINSATZ IN DER SÜDLICHEN HEMISPHÄRE

Was ist eigentlich anders in der südlichen Hemisphäre? Dort wandert die Sonne zwar auch von Osten nach Westen, aber nicht über Süden, sondern über Norden. Also nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links. Wäre die Räderuhr in Bolivien erfunden wurden, würden sich heute die Uhren wahrscheinlich links herumdrehen, also gegen den jetzt so definierten Uhrzeigersinn. Nani Morello hat ihre ICARUS am 21.6., also zum Winteranfang in Bolivien, eingesetzt. Demzufolge wandert der Schatten auch gerade über der nördlichen Hemisphäre, über der die Sonne zum 21.6. am höchsten steht. Von der Seite der südlichen Hemisphäre, die dort oben ist, gesehen, läuft der Schatten gegen den Uhrzeigersinn. Das Foto zeigt den Blick von unten auf die ICARUS, diese Sicht entspricht unserem Blick aus der nördlichen Hemisphäre, so dass der Schatten wiederum im Uhrzeigersinn läuft.

10.9.2011
Carlo Heller


9. September 2011

Eine Sonnenuhr in Breisach am Rhein

Sortiert unter: Sonnenuhr Forum — Schlagwörter: — Renate Frank @ 16:37

Lesen Sie den Artikel von Renate Frank:  Sonnenuhr in Breisach am Rhein


Grundplatte für die Sonnenuhr Aurora A

Sortiert unter: Sonnenuhr Forum — Schlagwörter:, , — Bernhard Dorrer @ 16:14

Sonnenuhr AURORA A auf Grundplatte

Aufmerksam geworden durch einen Artikel in der FAZ gefiel mir die Sonnenuhr Aurora A als preiswerter Einstieg in mein „Sonnenzeitalter“. Bestellt per Internet, lag sie rasch auf meinem Tisch und war ebenso rasch zusammengebaut, auffallend dabei die präzise Fertigung und Gravur – keine Grate oder Fehlstellen, einfach schön! Das freie Aufstellen der Sonnenuhr auf der Fensterbank hat sich allerdings nicht bewährt: zu leicht stößt man dran und schon die kleinste Verschiebung vernichtet alle Mühen der Einrichtung und beeinträchtigt die Präzision der Ablesung! Ich habe mir daher eine kleine Bank aus Holz gebaut, die über eine Kante an unserer Fensterbank angelegt werden kann und dadurch Halt bietet. Die Sonnenuhr selbst steht ebenfalls frei auf der Platte des Holzbänkchens, eingerastet in einen Schraubenkopf, in den ich einen Kreuzschlitz gefeilt habe und ist vorne durch eine regulierbare Schraube gehalten, die die Feineinrichtung nach der Himmelsrichtung ermöglicht, nach Art einer Mikrometerschraube. Alles ist voll reversibel, die schöne Sonnenuhr nicht durchbohrt oder gequetscht. Auf der Platte sind Kopien der Tabellen für die Korrekturminuten angebracht. Die Uhr ist jetzt so eingerichtet, dass sie die Wahre Ortszeit anzeigt, also genau nach Süden, und so lässt sich eine Ablesegenauigkeit von immerhin ±1 min erreichen.

Frankfurt/Main, den 7. September 2011

                                                                                    Dr. Bernhard Dorrer


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