Martin Weiher am 31. März 2017

Im Frühjahr 2017 ging unser langjähriger Geschäftsführer in seinen verdienten Ruhestand.

Nun ging es darum ein geeignetes Abschiedspräsent zu finden. Außer Frage stand, dass unser Betrieb das Geschenk selbst herstellt.

Nach einigen Überlegungen kamen wir darauf, dass unser Geschäftsführer vor seiner Zeit bei der Plansee Composite Materials GmbH in Lechbruck einige Jahre in der Uhrenindustrie tätig war.

Die Idee war geboren. Eine Uhr also! Aber nicht irgendeine Uhr. Eine besondere, die genaueste aller Uhren, sollte es werden. Völlig wartungsfrei, etwas für die Ewigkeit. Eine Sonnenuhr!

Als Kompetenzzentrum für Wolfram-Schwermetalle, sowie metallische, keramische Verbundwerkstoffe und deren Bearbeitung, nicht gerade unser Spezialgebiet.

Nun kam Herr Carlo Heller ins Spiel. Begeistert von der Idee stellte uns Herr Heller dankenswerterweise die Grunddaten seiner Aurora A zur Verfügung.

Auf dieser soliden Basis erstellte unsere mechanische Fertigung, allen voran unsere Ausbildungsabteilung, eine Sonnenuhr.

Hierbei kamen unsere Werkstoffe Densimet (ähnlich Rein-Wolfram), Titan, sowie K20 (Wolfram-Kupfer), zum Einsatz. Als Bearbeitungsverfahren wurden Drehen, Fräsen, Wasserstrahlschneiden, Drahterodieren, sowie Schleifen, angewandt.

Externe Hilfe holten wir uns bei der Laserbeschriftung von Äquatorplatte, Meridianbogen und Schattenwerferbogen. Das fertige Werk ließen wir (ebenfalls von einer externen Firma) transparent Pulverbeschichten.  Außerdem fertigte uns eine Schreinerei eine passende Holzkiste.

Im Schattenwerferbogen wurde eine NioB Münze eingearbeitet, an deren Entwicklung, sowie Herstellung, unser Stammwerk in Reutte maßgeblich beteiligt ist. Die aktuelle Auflage der NioBMünze beschäftigt sich mit dem Thema “Die Zeit“. Wie passend!

Herr Heller – nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung!

21.03.2017 Martin Weiher für die Plansee Composite Materials GmbH Lechbruck

Kommentare

Metallbearbeitung vom Feinsten - ein wirklich "würdiges Abschiedsgeschenk für einen "Uhrenmenschen".
Gnomonisch finde ich es schade, dass die senkrechte Halte-scheibe über die Zifferblattebene hinaus ragt. So wirft besonders die südliche "Nase" so einen störenden Schatten auf das Sommerhalbjahr-zifferblatt.

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