Ein Beitrag von Helmut Jansen, Alfter: Eine Polaris in eine Kegelsonnenuhr umzubauen, ist eine interessante Erweiterung der Funktionen der Sonnenuhr. Auf diese Weise kann man zusätzlich die Stunden seit dem Sonnenaufgang (babylonische Stunden) und die Stunden bis zum Sonnenuntergang (inverse italienische Stunden) ablesen. In dem Artikel werden die Konstruktion einer Kegelsonnenuhr und die mathematischen Grundlagen mit Hilfe der elementaren Geometrie erläutert. Hierauf aufbauend wird auf das Modell der Polaris mit der zusätzlichen Zeitanzeige einer Kegelsonnenuhr eingegangen. Lesen Sie mehr in meinem Artikel: Verwendung einer Polaris als Kegelsonnenuhr zur Anzeige babylonischer und italienischer Stunden [PDF]
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Man stecke einen Schaschlikspieß durch einen Bierdeckel und fertig ist die Sonnenuhr. Ein denkbar einfaches Prinzip, das es in sich hat. Es lässt sich daraus eine äquatoriale Sonnenuhr basteln, die einige Merkmale besitzt, mit der sie anderen Bauarten den Rang abläuft.
Schon im letzten Jahr war es, dass Sonnenuhrfreund Ortwin Feustel auf mich zukam und mich fragte, ob ich wüßte, wie man seine neue Idee einer Sonnenuhr-Spirale als Modell herstellen könnte. Herr Feustel ist in unserem Arbeitskreis Sonnenuhren der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie berühmt und berüchtigt für seine mathematischen Höhenflüge in die Welt der Gnomonik.
Auch seine Sonnenuhr-Spirale hat es in sich: sie entspricht einer logarithmischen Spirale, die auch beim Wachstum eines Schneckenhauses entsteht und folgt einer geschlossenen logarithmischen Funktion, die sowohl den Schattenwerfer als auch das Zifferblatt umfasst. Das Innere der Spirale wirft den Schatten auf die Innenseite des äußeren, sich öffnenden Arms. Mit fortschreitender Zeit wandert der Schatten immer schneller die Spirale entlang.
Wooddruff T. Sullivan, III ist Professor für Astronomie und Geschichte an der University of Washington in Seattle. Auf seiner Visitenkarte ist eine ganze Spalte mit Berufen gefüllt, denen er sonst noch nachgeht: Angefangen von Astrobiologist über Gnomonicist, Science Historian, ETI Searcher, Outfielder, Logolator, Cyclist, Barbaraphile, Sexagenarian, Sublunarian bis zum Eukaryote. Entsprechend interessant fiel sein Besuch am 20.9.2008 bei uns aus.
Wir begannen mit der Besichtigung unseres Auststellungsraums und der Werkstatt in Wiesbaden-Erbenheim. Sonnenuhren sind Woodys großes Steckenpferd (Gnomonist steht ja schon an zweiter Stelle in seiner Berufsliste), dementsprechend war sein Interesse an unseren Sonnenuhren groß. Er hinterfragte alles ganz genau und interessierte sich besonders für die Fertigung. Die Laseranlage der HELIOS Sonnenuhr führte ich ihm daher mit detaillierten Erläuterungen vor. Auch wenn mein Schulenglisch nicht gerade das Beste ist, vollzog er alles blitzschnell nach.



